Allgemeine Geschäftsbedingungen
Nutzungsbedingungen der Vermittlungsplattform · Stand: 08/2026
§ 1 Geltungsbereich und Begriffe
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für die Nutzung der Online-Angebots- und Kontaktplattform für Umzugs-, Räumungs-, Reinigungs- und angrenzende Dienstleistungen, die von der Die Umzugsbörse GmbH, FN 680705m, Obere Donaustraße 4, 4040 Linz, Österreich („Plattform", „wir") unter der Marke Nidovia (www.nidovia.com) betrieben wird.
(1a) Räumlicher Geltungsbereich: Die Plattform ermöglicht die direkte Kontaktaufnahme zwischen Nutzern in Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie grenzüberschreitend zwischen diesen Ländern. Die Rechtswahl und die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften richten sich nach § 16.
(2) „Auftraggeber" sind Nutzer, die die auf der Plattform angebotenen Leistungen nachfragen. „Anbieter" (Auftragnehmer) sind Unternehmen, die Leistungen anbieten. „Nutzer" bezeichnet beide gemeinsam.
(3) Mit der Registrierung bzw. der Erstellung einer Anfrage akzeptiert der Nutzer diese AGB.
§ 2 Leistung der Plattform
(1) Die Plattform ermöglicht den direkten Kontakt zwischen Kunden und Unternehmen. Sie stellt die technische Infrastruktur für Anfragen, Angebote, Kommunikation und Bewertungen bereit.
(1a) Die Plattform kann Auftraggeber und Anbieter automatisiert über den Stand eines laufenden Kontakts informieren, etwa wenn eine Anfrage längere Zeit ohne Angebot bleibt oder Angebote unbeantwortet sind.
(2) Ein allfälliger Vertrag über die Leistung kommt ausschließlich zwischen Auftraggeber und Anbieter zustande. Die Plattform ist nicht Vertragspartei der vermittelten Leistung und schuldet selbst keine solche Leistung. Sie führt auch keine Vermittlung oder Organisation von Dienstleistungen für einen Kunden durch, sondern stellt lediglich eine Plattform zur selbständigen Kontaktaufnahme bereit.
(2a) Die Plattform übernimmt keine Organisation, Disposition, Koordination oder Durchführung von Umzügen oder Transporten. Sie tritt nicht als Spediteur, Transportagent, Frachtführer oder Umzugsunternehmen auf und erbringt keine Beförderungs- oder sonstigen vermittelten Leistungen. Ihre Tätigkeit beschränkt sich auf die Bereitstellung der technischen Infrastruktur zur selbständigen Kontaktaufnahme und Anbahnung von Verträgen zwischen Auftraggebern und Anbietern.
(3) Ein Anspruch auf Erhalt von Kontakten, eines Auftrags oder auf Erhalt von Angeboten besteht nicht.
(4) Die Plattform wird als Website bereitgestellt und ist auf Desktop- und Mobilgeräten nutzbar. Sie kann optional über die Funktion „Zum Startbildschirm hinzufügen“ des Browsers als Web-App installiert werden; dabei handelt es sich um dieselbe Website in einer app-ähnlichen Ansicht. Es gelten dieselben Nutzungsbedingungen unabhängig vom genutzten Zugangsweg.
§ 3 Registrierung und Nutzerkonto
(1) Für die Nutzung wesentlicher Funktionen ist ein Nutzerkonto erforderlich. Auftraggeber können ein Konto auch unmittelbar im Zuge ihrer ersten Anfrage erstellen.
(2) Der Nutzer ist verpflichtet, wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und seine Zugangsdaten geheim zu halten.
(3) Pro natürlicher oder juristischer Person ist grundsätzlich ein Konto zulässig. Mehrfachkonten zur Umgehung von Sperren oder Gebühren sind untersagt.
§ 4 Anfragen
(1) Auftraggeber beschreiben ihr Vorhaben mit den abgefragten kalkulationsrelevanten Angaben (u. a. Adressen, Stockwerk, Aufzug, Trageweg, Parkmöglichkeit, Wohnfläche, Volumen, Zusatzflächen, Leistungen) und optional Fotos.
(1a) Unverbindliche Preis-Orientierung: Während der Anfrage kann die Plattform eine grobe, automatisch berechnete Preisspanne anzeigen. Diese dient ausschließlich der ersten Orientierung des Auftraggebers und stellt kein Angebot und keine Zusage der Plattform oder eines Anbieters dar. Verbindlich sind allein die von den Anbietern abgegebenen Festpreis-Angebote; die tatsächlichen Preise können von der Schätzung abweichen.
(2) Anbieter sichern zu, den im Rahmen eines Angebots unterbreiteten Preisvorschlag auch bei einem späteren Vertragsschluss mit einem Auftraggeber zu gewähren. Eine Preisänderung ist nur zulässig, wenn die tatsächlichen Verhältnisse erheblich von den Angaben abweichen oder der Auftraggeber ausdrücklich zustimmt.
(3) Der Vertrag kommt nicht durch Auswahl eines Anbieters auf der Plattform zustande, sondern wird im Anschluss an die Auswahl eines Anbieters selbständig zwischen den beteiligten Nutzern geschlossen.
(4) Preistreue: Hält ein Anbieter den ursprünglich vorgeschlagenen Preis im Zuge des späteren Vertragsschlusses oder der Leistungserbringung nicht ein, kann der Auftraggeber dies innerhalb von 21 Tagen ab Austausch der Kontaktdaten über die Plattform melden. Die Plattform prüft jede Meldung anhand des gespeicherten Angebots und kann bei berechtigten Verstößen Maßnahmen nach § 9 ergreifen. Die Preistreue ist eine Selbstverpflichtung des Anbieters gegenüber der Plattform; sie begründet keine eigene Zahlungs- oder Erstattungspflicht der Plattform. Zivilrechtliche Ansprüche bestehen unmittelbar zwischen Auftraggeber und Anbieter.
(5) Auslandsumzüge und Zoll: Bei grenzüberschreitenden Umzügen mit Zollrelevanz (Beteiligung eines Nicht-EU-Landes, z. B. Schweiz) bestätigt der Anbieter mit Abgabe seines Angebots, dass sein Festpreis sämtliche Grenz- und Zollformalitäten sowie etwaige damit verbundene Kosten umfasst und er die Zollabwicklung für den Auftraggeber übernimmt. Bei Umzügen innerhalb der EU fällt keine Zollabwicklung an. Die Plattform ist an der Zollabwicklung nicht beteiligt und erhebt keine Zölle oder Einfuhrabgaben.
(6) Nachträgliche Änderungen der Anfrage: Auftraggeber können offene Anfragen in den kalkulationsrelevanten Details (z. B. Termin, bauliche Angaben, Umfang, Zusatzleistungen) nachträglich anpassen; Auftragsart und Adressen sind davon ausgenommen. Anbieter, die bereits ein Angebot abgegeben haben, werden über die Änderung informiert und können ihr Angebot anpassen oder zurückziehen. Für bereits angenommene Angebote gilt Abs. 2.
§ 5 Kosten und Vermittlungsgebühr
(1) Die Nutzung der Plattform ist für Auftraggeber kostenlos.
(1a) Das Entgelt für die vermittelte Leistung (Leistungspreis) wird vom Auftraggeber unmittelbar an das beauftragte Unternehmen entrichtet. Die Plattform zieht den Leistungspreis nicht ein, leitet ihn nicht weiter und ist am Zahlungsverkehr zwischen den Nutzern nicht beteiligt; sie erhält ausschließlich die Vermittlungsgebühr nach Abs. 2.
(2) Anbieter zahlen eine Vermittlungsgebühr in Form eines festen Betrages, der sich nach der Klasse des Angebotswerts (netto) richtet, fällig mit der Freischaltung der wechselseitigen Kontaktdaten. Die Klassen und die ihnen zugeordneten Beträge sind auf der Preisseite einsehbar; maßgeblich ist die zum Zeitpunkt der Auswahl eines Anbieters veröffentlichte Fassung. Anbieter erhalten nach Maßgabe ihrer Treuestufe einen Rabatt auf diesen Betrag; die Stufen sind ebenfalls auf der Preisseite einsehbar. Die Auswahl eines Anbieters durch einen Auftraggeber stellt keinen Vertragsschluss mit dem Anbieter dar; dieser hat im Anschluss gesondert und selbständig zwischen den Nutzern zu erfolgen. Die vermittlungsgebührpflichtige Dienstleistung der Plattform ist mit dem wechselseitigen Übermitteln der Kontaktdaten erbracht und ist unabhängig vom anschließenden Vertragsschluss oder der Erfüllung/Durchführung dieses Vertrages.
(2a) Umsatzsteuerliche Behandlung: Die Vermittlungsgebühr versteht sich netto zuzüglich allfälliger Umsatzsteuer. Anbietern mit Sitz in Österreich wird die österreichische Umsatzsteuer verrechnet. Bei Anbietern mit Sitz in einem anderen EU-Mitgliedstaat geht die Steuerschuld bei Vorliegen einer gültigen UID-Nummer auf den Leistungsempfänger über (Reverse-Charge-Verfahren); die Plattform ist berechtigt, die UID-Nummer hierfür über das Mehrwertsteuer-Informationsaustauschsystem (VIES) der Europäischen Kommission zu prüfen. Bei Anbietern mit Sitz in einem Drittland (z. B. Schweiz) ist die Vermittlungsleistung in Österreich nicht steuerbar; allfällige steuerliche Pflichten im Sitzstaat treffen den Anbieter.
(2b) Bemessungsgrundlage und Kenntnis des Auftragswerts: Für die Zuordnung zur Gebührenklasse maßgeblich ist der im angenommenen Angebot ausgewiesene Preis (netto). Die Plattform ist nicht Partei des – noch gesondert zu schließenden – Vertrags, erhält jedoch vertragsgemäß Kenntnis von den Angebotswerten und verarbeitet diese ausschließlich zur Berechnung und Abrechnung der Vermittlungsgebühr, zur Rechnungslegung sowie für die Preistreue (§ 4 Abs. 4). Nachträglich zwischen Auftraggeber und Anbieter vereinbarte Änderungen des Leistungspreises lassen die bereits entstandene Vermittlungsgebühr unberührt.
(2c) Entstehung und Stornierung: Die Vermittlungsgebühr entsteht mit der Annahme des Angebots durch den Auftraggeber (Vermittlungserfolg ist das Herstellen des Kontakts; auf den späteren Vertragsschluss oder dessen spätere Durchführung kommt es nicht an). Nach Freigabe der Kontaktdaten bleibt die Vermittlungsgebühr unabhängig von der weiteren Abwicklung des Auftrags geschuldet; das Umgehungsverbot (§ 10) bleibt unberührt.
(3) Die Vermittlungsgebühr wird über den Zahlungsdienstleister abgewickelt. Bei Zahlungsverzug gilt § 9.
§ 5a Empfehlungsprogramm und Guthaben
(1) Die Plattform kann ein freiwilliges Empfehlungsprogramm anbieten. Registrierte Nutzer erhalten einen persönlichen Empfehlungslink. Wird eine über diesen Link geworbene Person Mitglied und schließt sie ihren ersten Auftrag erfolgreich über die Plattform ab, wird dem werbenden Nutzer ein Guthaben gutgeschrieben.
(2) Die Höhe des Guthabens pro erfolgreicher Empfehlung wird von der Plattform festgelegt und ist im Anbieterbereich einsehbar. Sie kann für künftige Empfehlungen mit Wirkung für die Zukunft angepasst werden; ein Anspruch auf eine bestimmte Höhe besteht nicht.
(3) Guthaben wird ausschließlich mit künftigen Vermittlungsgebühren verrechnet. Eine Barauszahlung, eine Übertragung auf andere Nutzer oder Konten sowie eine Verzinsung sind ausgeschlossen. Guthaben stellt keinen eigenständigen gesetzlichen Zahlungsanspruch dar.
(4) Selbstempfehlungen, Mehrfachanmeldungen, unrichtige Angaben und sonstiger Missbrauch sind unzulässig. Bei begründetem Verdacht auf Missbrauch kann die Plattform Guthaben aberkennen, Empfehlungen stornieren und das Nutzerkonto nach § 9 sanktionieren.
(5) Die Plattform kann das Empfehlungsprogramm mit angemessener Ankündigung ändern oder einstellen. Bereits rechtmäßig gutgeschriebenes Guthaben bleibt hiervon unberührt und kann weiterhin mit Vermittlungsgebühren verrechnet werden.
§ 6 Verifizierung der Anbieter
(1) Anbieter werden vor ihrer Freischaltung geprüft (u. a. Gewerbeberechtigung, Versicherungsschutz, Firmenbuch).
(1a) Automatisierte und manuelle Prüfung: Die Plattform ist berechtigt, die vom Anbieter angegebene UID-Nummer automatisiert über das Mehrwertsteuer-Informationsaustauschsystem (VIES) der Europäischen Kommission zu prüfen und das Prüfergebnis (gültig/ungültig, Zeitpunkt, im VIES hinterlegter Firmenname) zu speichern. Die Firmenbuchnummer wird auf Plausibilität geprüft und im Firmenbuch manuell verifiziert. Anbieter sind verpflichtet, korrekte und aktuelle Angaben zu machen und Änderungen unverzüglich mitzuteilen. Eine ungültige UID-Nummer oder nicht verifizierbare Firmenbuchnummer kann zur Nachforderung, zur Ablehnung oder zum Widerruf der Verifizierung führen.
(2) Die Plattform kann zur Verifizierung weitere Unterlagen nachfordern, eine Freischaltung ablehnen oder eine bestehende Verifizierung widerrufen, wenn die Voraussetzungen nicht (mehr) vorliegen.
(3) Ein verifizierter Status begründet keine Garantie der Plattform für die Leistung des Anbieters, sondern bestätigt die Prüfung der vorgelegten Nachweise.
§ 7 Kommunikation und Datenschutz by Design
(1) Die gesamte Kommunikation zwischen Auftraggeber und Anbieter läuft bis zum Austausch der Kontaktdaten technisch über die Plattform.
(2) Nach Auswahl eines Anbieters durch den Auftraggeber und Zahlung der Vermittlungsgebühr durch den Anbieter werden die Kontaktdaten beidseitig freigegeben: Der Anbieter erhält Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie die genaue Abhol- und Lieferadresse des Auftraggebers (etwaige Fotos der Auftragsgegenstände waren dem Anbieter zur Angebotskalkulation bereits zuvor zugänglich); der Auftraggeber erhält Firmenname, Ansprechpartner, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Firmenadresse des Anbieters. Erst dadurch wird ein direkter Vertragsschluss zwischen den Nutzern und eine direkte Abwicklung des Auftrags ermöglicht.
(3) Ein automatischer Kontaktdaten-Scan kann Nachrichten zurückhalten, die dem Austausch direkter Kontaktdaten unter Umgehung der Vermittlungsgebühr dienen.
(4) Vor dem Austausch der Kontaktdaten wird der Anbieter dem Auftraggeber pseudonymisiert angezeigt (z. B. „Anbieter #A-1042"); Bewertungen, Verifizierungsstatus, Erfahrung und Garantie-Siegel bleiben dabei vollständig sichtbar. Der Firmenname wird — wie die genaue Adresse und die Kontaktdaten — erst mit dem Austausch der Kontaktdaten freigegeben. Dies dient dem Schutz vor Plattform-Umgehung (§ 10).
§ 8 Bewertungen
(1) Bewertungen können ausschließlich Auftraggeber abgeben, die auf Basis einer Kontaktherstellung über die Plattform tatsächlich einen Vertrag mit einem Anbieter geschlossen haben.
(2) Bewertungen müssen sachlich und wahrheitsgemäß sein. Beleidigende, unwahre oder rechtswidrige Bewertungen sowie solche ohne realen Auftragsbezug können moderiert, ausgeblendet oder gelöscht werden.
(3) Auch Anbieter können den Ablauf der Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber bewerten. Diese Bewertung eines Auftraggebers ist nicht öffentlich und wird ausschließlich dem betroffenen Auftraggeber selbst angezeigt; sie wird keinem anderen Anbieter zugänglich gemacht. Beide Bewertungen einer Zusammenarbeit werden erst sichtbar, wenn beide Seiten bewertet haben oder eine angemessene Frist abgelaufen ist (Doppel-Blind-Verfahren).
(4) Der Auftraggeber kann einer ihn betreffenden Bewertung widersprechen. Die Plattform prüft den Widerspruch und entfernt die Bewertung bei berechtigten Einwänden. Im Übrigen gelten die Grundsätze aus Absatz (2) sinngemäß auch für Bewertungen von Auftraggebern.
§ 9 Sanktionen und Zahlungsverzug
(1) Bei Verstößen gegen diese AGB gilt eine abgestufte Sanktionsordnung: Verwarnung, befristete Sperre und dauerhafter Ausschluss — je nach Schwere und Wiederholung.
(2) Bei Zahlungsverzug der Vermittlungsgebühr kann das Anbieterkonto nach erfolgloser Mahnung eingefroren werden, bis der offene Betrag beglichen ist.
(3) Verursacht ein Nutzer durch einen Verstoß gegen diese AGB einen nachweisbaren Schaden (etwa durch Nichteinhaltung eines zugesagten Festpreises oder durch Umgehung der Plattform), kann die Plattform den entstandenen Schaden im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen geltend machen. Ein im Sanktionsvorgang ausgewiesener Schadenersatzbetrag wird dem betroffenen Nutzer mitgeteilt und ist nachvollziehbar zu begründen; die gesetzlichen Verteidigungsmöglichkeiten des Nutzers bleiben unberührt.
§ 10 Umgehungsverbot
(1) Die Abwicklung eines über die Plattform angebahnten Kontaktaustausches außerhalb der Plattform unter Umgehung der Vermittlungsgebühr ist untersagt.
(2) Bei einem Verstoß wird eine angemessene Vertragsstrafe fällig, die sich an der entgangenen Vermittlungsgebühr orientiert und höchstens den Wert des umgangenen Auftrags erreicht. Das Recht des Gerichts, eine übermäßige Vertragsstrafe nach den gesetzlichen Bestimmungen (insbesondere § 1336 Abs. 2 ABGB) zu mäßigen, bleibt ausdrücklich unberührt. Weitergehende Schadenersatzansprüche bleiben vorbehalten; eine bereits entrichtete Vertragsstrafe wird auf einen darüber hinausgehenden Schadenersatz angerechnet.
§ 11 Pflichten der Nutzer
Nutzer verpflichten sich, keine rechtswidrigen, irreführenden oder belästigenden Inhalte einzustellen, keine Schutzrechte Dritter zu verletzen und die Plattform nicht automatisiert oder missbräuchlich (z. B. Spam) zu nutzen.
§ 11a Beanstandungen und Schadensmeldungen
(1) Wurde bei der Durchführung der Leistung etwas beschädigt, kann der Auftraggeber dies über die Plattform melden. Die Meldung ist möglich, solange der Auftrag als abgeschlossen geführt wird.
(2) Die Plattform leitet die Meldung an den Anbieter weiter und setzt ihm eine Frist von vierzehn Tagen für eine Stellungnahme. Bleibt die Stellungnahme aus, wird der Vorgang als überfällig gekennzeichnet; wiederholte Fristversäumnisse können nach § 9 zu Maßnahmen führen.
(3) Die Plattform dokumentiert und vermittelt. Sie entscheidet nicht über den Bestand oder die Höhe von Ersatzansprüchen. Diese richten sich ausschließlich nach dem zwischen Auftraggeber und Anbieter geschlossenen Vertrag sowie den gesetzlichen Bestimmungen; anzusprechen ist der Anbieter beziehungsweise dessen Versicherung.
(4) Der Auftraggeber wird darauf hingewiesen, dass Transportschäden nach österreichischem Recht unverzüglich zu rügen sind. Eine verspätete Meldung über die Plattform ersetzt keine rechtzeitige Rüge gegenüber dem Anbieter.
(5) Wissentlich unwahre Schadensmeldungen stellen einen Verstoß gegen diese AGB dar und berechtigen die Plattform zu Maßnahmen nach § 9.
§ 12 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbraucher schließen über die Plattform eine Nutzungsvereinbarung mit Nidovia (Herstellung des Kontakts zu einem Unternehmen). Für diese besteht ein 14-tägiges Widerrufsrecht; Einzelheiten und das Muster-Widerrufsformular enthält die Widerrufsbelehrung.
(2) Der Auftraggeber kann ausdrücklich verlangen, dass Nidovia mit der Bereitstellung der Dienstleistung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt. Das Widerrufsrecht erlischt, sobald die Dienstleistung vollständig erbracht ist (Freigabe der Kontaktdaten). Auf diese Folge wird vor der Auswahl eines Anbieters ausdrücklich hingewiesen und gesondert bestätigt.
(3) Der eigentliche Vertrag kommt unmittelbar zwischen Auftraggeber und Unternehmen zustande. Für ein etwaiges Widerrufsrecht gegenüber dem Unternehmen gilt dessen eigene Widerrufsbelehrung.
§ 13 Haftung
(1) Die Plattform haftet für Schäden nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, in letzterem Fall begrenzt auf den vorhersehbaren, typischen Schaden.
(2) Für die ordnungsgemäße Durchführung der Leistung haftet ausschließlich der jeweilige Anbieter, da die Plattform nicht Vertragspartei der vermittelten Leistung ist.
(3) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie bei Personenschäden bleibt unberührt.
§ 14 Verfügbarkeit
Wir bemühen uns um eine hohe Verfügbarkeit, schulden diese aber nicht unterbrechungsfrei. Wartungsarbeiten, Störungen oder höhere Gewalt können zu vorübergehenden Einschränkungen führen.
§ 15 Änderungen der AGB
Wir können diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern. Über wesentliche Änderungen werden registrierte Nutzer informiert. Widerspricht ein Nutzer nicht innerhalb der mitgeteilten Frist, gelten die geänderten AGB als angenommen.
§ 16 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Für Verbraucher gelten zwingende Schutzvorschriften ihres Aufenthaltsstaates unberührt.
(2) Für Rechtsstreitigkeiten mit Unternehmern ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz der Plattform. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände; ein Verbraucher kann insbesondere an seinem Wohnsitz klagen und nur dort geklagt werden, soweit zwingende Vorschriften seines Aufenthaltsstaates dies vorsehen.
(3) Online-Streitbeilegung: Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: ec.europa.eu/consumers/odr. Wir sind nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
(4) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.