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Familie 8 Min. Lesezeit

Seniorenumzug: Was vorher zu klären ist

Ein Seniorenumzug ist selten nur ein Transport. Meist geht es darum, aus einer Wohnung, in der jemand dreißig Jahre gelebt hat, das Wichtigste mitzunehmen — und den Rest gut aufzulösen. Das ist mehr Entscheidung als Logistik.

Zuerst: das neue Zimmer ausmessen

Der häufigste vermeidbare Fehler. Ein Zimmer im Pflegeheim hat oft 16 bis 20 m², im Betreuten Wohnen zwischen 30 und 45. Der Lieblingssessel nützt nichts, wenn er nicht durch die Tür passt, und der Schrank nicht, wenn die Wand zu kurz ist.

Frag nach einem Grundriss mit Maßen, und miss die Türbreite selbst nach. Dann steht fest, was mitkommen kann — und erst danach wird sortiert.

Aussortieren: gemeinsam und in Etappen

Nicht an einem Tag. Was einmal weg ist, kommt nicht zurück, und bei einem Umzug ins Heim ist jedes Stück eine Entscheidung über ein Stück Leben.

Was sich bewährt hat: In drei Runden vorgehen. Erste Runde nur das, was sicher mitkommt. Zweite Runde das, was sicher weg kann. Die dritte Runde ist die schwierige — und dafür sollte man einen eigenen Nachmittag einplanen, nicht die letzte Stunde vor dem Termin.

Was es kostet

  • Umzug ins Zimmer im Heim: 400–1.200 €
  • Umzug in eine kleinere Wohnung: 800–2.200 €
  • Haushaltsauflösung zusätzlich: 1.000–3.000 €
  • Endreinigung: 150–500 €

Die Wohnung dahinter

Meist läuft eine Kündigungsfrist. Kläre früh, bis wann übergeben werden muss und in welchem Zustand — „besenrein" und „bezugsfertig" sind zwei verschiedene Dinge, und was im Mietvertrag steht, ist oft weniger als das, was bei der Übergabe gefordert wird.

Wenn eine Haushaltsauflösung dazukommt: Sie lässt sich mit dem Umzug zusammen beauftragen. Ein Unternehmen, zwei Termine, eine Abstimmung.

Was den Tag leichter macht

  • Sag dem Unternehmen, dass es ein Seniorenumzug ist. Erfahrene Betriebe planen dann anders: mehr Zeit, weniger Personen gleichzeitig in der Wohnung, ruhigeres Tempo.
  • Lass am neuen Ort einräumen. Wenn am ersten Abend das Bett steht und die Tassen im Schrank sind, ist der Ankunft die Hälfte des Schreckens genommen.
  • Eine Kiste mit dem Nötigsten fährt mit im Auto: Medikamente, Brille, Papiere, ein Foto, das Lieblingskissen.
  • Jemand begleitet die Person, während andere packen. Zusehen, wie die eigene Wohnung leer wird, ist schwer.

Kostenübernahme

In Österreich gibt es keine allgemeine Kostenübernahme für Umzüge. Je nach Bundesland und Situation sind Zuschüsse möglich — frag bei der Sozialabteilung der Gemeinde nach, und bei einem Umzug aus gesundheitlichen Gründen auch bei der Pflegeberatung.

Auf Nidovia gibt es „Seniorenumzug" als eigene Leistungsart. Anbieter, die sie anbieten, kalkulieren den Zeitaufwand realistischer als bei einem gewöhnlichen Umzug.

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