Kaution zurückbekommen & Wohnungsübergabe meistern
Die Mietkaution ist oft ein stattlicher Betrag — bis zu drei Bruttomonatsmieten. Damit du sie vollständig zurückbekommst, kommt es auf die richtige Wohnungsübergabe an.
Das Übergabeprotokoll ist entscheidend
Bei Ein- und Auszug sollte ein schriftliches Übergabeprotokoll erstellt werden, das den Zustand der Wohnung dokumentiert — idealerweise mit Fotos und Zählerständen. Es schützt beide Seiten und ist die Grundlage für die Kautionsrückzahlung.
- Zählerstände (Strom, Gas, Wasser) ablesen und notieren
- Vorhandene Mängel und Schäden festhalten — auch kleine
- Anzahl der übergebenen Schlüssel dokumentieren
- Protokoll von beiden Parteien unterschreiben lassen
Schönheitsreparaturen: was musst du wirklich?
Ob du streichen musst, hängt vom Mietvertrag und vom Zustand ab. Pauschale Renovierungsklauseln sind oft unwirksam. Normale Abnutzung (Gebrauchsspuren) musst du nicht beseitigen — echte Schäden dagegen schon. Im Zweifel lohnt ein Blick in den Vertrag oder eine kurze Beratung bei der Mietervereinigung.
Wann kommt die Kaution zurück?
Der Vermieter darf die Kaution eine angemessene Zeit einbehalten, um eventuelle Ansprüche zu prüfen (offene Betriebskosten, Schäden). Üblich sind einige Wochen bis wenige Monate. Gibt es keine Beanstandungen, muss der volle Betrag samt Zinsen zurückgezahlt werden.
Allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung. Bei Streitfällen hilft die Mietervereinigung oder ein Anwalt.
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